Die Überarbeitung und Zusammenführung des Schulprogramms mit der Grundschule Elbrinxen ist in Arbeit
Dies ist das noch nicht überarbeitete Schulprogramm der Grundschule Rischenau.
I. Grundlagen
1. Rahmendaten der Schule
1.1. Lage und Einzugsgebiet der Schule
Die Gemeinschaftsgrundschule Rischenau der Stadt Lügde liegt im Ortsteil Rischenau. Das Schuleinzugsgebiet umfasst die Ortsteile Rischenau, Falkenhagen, Hummersen, Köterberg und Niese.
1.2. Größe der Schule
Die Schule hat im Schuljahr 2008/2009 100 Schülerinnen und Schüler in 4 Klassen. Sie wird in Klasse 1-4 einzügig geführt.
Während ___ Schülerinnen und Schüler am Schulort Rischenau wohnen, kommen ___ Schülerinnen und Schüler aus den übrigen Ortsteilen und sind Fahrschüler/-innen.
Die durchschnittliche Klassenstärke beträgt 24,75 Schülerinnen und Schüler.
Es unterrichten zur Zeit 3 Lehrerinnen und 2 Lehrer an unserer Schule.
1.3. Schulgebäude
Die Schule ist in einem im Jahr 1994 fertig gestellten Neubau untergebracht und verfügt über 6 Klassenräume und 2 Mehrzweckräume sowie eine Turnhalle.
Der Eingangsbereich, in dem sich auch eine geräumige Leseecke befindet, wird als Aula (Fo-rum) genutzt. Unter Einbeziehung der durch eine Faltwand abgeteilten Bühne steht er für Auf-führungen zur Verfügung.
Ein Mehrzweckraum mit eingebauter Küchenzeile wird hauptsächlich als Musikraum genutzt. Der zweite Mehrzweckraum dient als Computerraum und Ort für Förderunterricht.
Alle Klassenräume und der Computerraum sind untereinander vernetzt und mit einem Inter-netzugang versehen.
Da Gruppenräume nicht vorhanden sind, werden Teilbereiche der geräumigen Flure und der Pausenhalle für unterrichtliche Zwecke mit verwendet.
1.4. Außensportgelände
Für den Sportunterricht steht ein Schulsportplatz mit Rasenspielfeld, Sprunggrube und eine 50-m-Kunststofflaufbahn zur Verfügung. Aber auch die übrigen Rasenflächen im Außenge-lände der Schule werden für den Sportunterricht mitgenutzt.
1.5. Pausengelände
Das Pausengelände gliedert sich in:
• den gepflasterten Bereich mit Tischtennisplatte, Basketballkörben, Hüpfspielen und Stra-ßenmarkierungen für die Verkehrserziehung;
• die gepflasterte Fläche für Spiele mit Pausensport- und Pausenspielgeräten;
• die im Bereich des Schulhofes mit als Pausenfläche genutzte gepflasterte überdachte Zuwegung zu den Toiletten, der Turnhalle und der Bushaltestelle;
• die Zone mit den Spielgeräten;
• den kleinen Rasenplatz zum Fußballspielen;
• eine Rasenfläche zum Laufen, Spielen, zum Teil mit schattenspendenden Obstbäumen.
• Sitzbänke grenzen teilweise die verschiedenen Bereiche ab.
Die Spielgeräte wurden zum Teil in Kooperation der Schule und der Stadt als Schulträger mit Eltern, örtlichen Vereinen, Organisationen und weiteren Sponsoren und Helfern angeschafft und aufgestellt, wobei sich diese Zusammenarbeit sowohl auf die Bereitstellung der notwen-digen Finanzmittel als auch auf die Durchführung von Arbeiten in Eigenleistung erstreckte.
Das Pausenspielgelände, die Außensportanlagen sowie die anderen Freiflächen tragen zur Realisierung des Konzepts „Bewegte Schule“ bei, zumal auch jeder Klassenraum einen direk-ten Zugang zu einem dieser Bereiche hat und in Bewegungspausen auch während des Unter-richts genutzt werden kann. Auch außerhalb der Schulzeit steht das Außengelände Kindern, Jugendlichen und z.T. Erwachsenen zur Verfügung. Dieses Angebot wird sehr gut angenom-men und trägt somit wesentlich zur Öffnung unserer Schule gegenüber dem Wohnumfeld mit bei.
1.6. Schulgarten
Ein Nutzgarten und hochstämmige Obstbäume sind vorhanden.
1.7. Schulbushaltestelle
Die Haltestelle befindet sich auf dem Schulgelände. Die Kinder werden nach Schulschluss bis zur Busausfahrt beaufsichtigt.
1.8. Ausstattung
Die Schule ist im Allgemeinen gut ausgestattet mit Unterrichts- und Lehrmitteln. Es sind u.a. vorhanden:
• vielfältige Anschauungsmaterialien;
• Wandkarten, Anschauungstafeln;
• Diaserien, Videos, Filme;
• umfangreiche Materialien für die Freiarbeit, auch selbst erstellte;
• Klassenbüchereien, gemütliche Leseecke, Bücherkisten für den Sachunterricht;
• Fernseher, Videogerät, verschiedene Kassetten- und CD-Abspielgeräte;
• Orff-Instrumente, Digitalpiano;
• Fahrräder und Helme;
• Küche;
• Werktische und Werkzeuge;
• Pausenspiel- und Sportgeräte;
• den Anforderungen entsprechende Sportgeräteausstattung;
• Computer mit Internetzugang und Lernsoftware.
1.9 Beratungsarbeit
Elternsprechtage finden an der Grundschule Rischenau für alle Klassen mindestens zweimal jährlich statt, für die Klasse 1 vor den Weihnachts- und vor den Osterferien sowie nach Aus-gabe der Zeugnisse am Schuljahresende und für die Klassen 2 und 3 zu Beginn des 2. Halb-jahres und ebenfalls nach Ausgabe der Zeugnisse am Schuljahresende.
Für die Klassen 4 wird die allgemeine Information der Eltern über die weiterführenden Schu-len im November durchgeführt. Das persönliche Beratungsgespräch über die Möglichkeiten der weiteren schulischen Förderung findet im Rahmen eines Elternsprechtages für die Klassen 4 im November/Dezember statt und ein weiterer Elternsprechtag zu Beginn des 2. Schulhalb-jahres vor den Anmeldeterminen zu den weiterführenden Schulen.
Von den Klassenpflegschaften gewünschte Terminveränderungen oder zusätzliche Ge-sprächsmöglichkeiten werden so weit wie möglich berücksichtigt.
Die Entscheidung darüber und über die genauen Termine der Elternsprechtage trifft die Schulkonferenz jährlich.
Sprechzeiten außerhalb des Unterrichts, auch nach telefonischer Vereinbarung, bietet jede Lehrkraft selbstverständlich an.
1.10. Besonderheiten der Schul- und Unterrichtsorganisation
Der Schulbusverkehr für die Fahrschüler/-innen wird als Schülerspezialverkehr durchgeführt. Einfahrten zur 1. bis 4. Unterrichtsstunde, Ausfahrten nach der 3. bis 6. Unterrichtsstunde sind grundsätzlich möglich, werden aber in diesem Ausmaß nicht benötigt.
Wegen der Verbindung unseres Schulbusverkehres mit dem Schulbusverkehr zu weiterfüh-renden Schulen ist die Ankunftszeit der Schulbusse zur 1. Unterrichtsstunde bereits um 7.30 Uhr, die Abfahrtszeit nach der 6. Unterrichtsstunde um 13.10 Uhr.
Die 1. Unterrichtsstunde beginnt um 7.45 Uhr, die 6. Unterrichtsstunde endet um 13.05 Uhr, die Pausenzeit beträgt insgesamt 50 Minuten.
Der Unterricht für die ersten Klassen beginnt wegen der frühen Buseinfahrt und der vollen Schulbusse zur 1. Stunde in der Regel erst mit der 2. Stunde um 8.35 Uhr. Ein offener Unter-richtsbeginn ist in das Ermessen der Klassenlehrer/-innen gestellt.
Die Betreuungsmaßnahme von Schülerinnen und Schülern vor und nach dem Unterricht („Schule von acht bis eins“) wurde im Schuljahr 1996/97 durchgeführt. Danach hat sich kein ausreichender Betreuungsbedarf mehr ergeben. Er wird aber jährlich neu ermittelt und ein Betreuungsangebot kann bei ausreichendem Bedarf jederzeit wieder eingerichtet werden.
Die Schulkonferenz hat beschlossen, die Schüler/-innen in den Klassen 1 und 2 auch weiter-hin jahrgangskonform zu unterrichten. Durch den Wegfall des Schulkindergartens ist es aber erforderlich die Basiskompetenzen parallel zum Unterricht zu fördern. Das geschieht an der Grundschule Rischenau parallel zum Unterricht, teils in Kleingruppen, teils in jahrgangsüber-greifenden Lerngruppen. (s. Förderkonzept)
Der evangelische und katholische Religionsunterricht in den Klassen 3 und 4 wird in klassen-übergreifenden Lerngruppen der Parallelklassen durchgeführt.
Zusätzlich bietet der Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde eine Stunde Seelsorge für die Klassen 3 und 4 an.
Der Schwimmunterricht wird für die Drittklässler im Hallenbad und Freibad in Bad Pyrmont schulübergreifend mit der Grundschule Elbrinxen durchgeführt. Wegen nicht ausreichend zur Verfügung stehender Schwimmzeiten und langer Fahrzeiten kann der Schwimmunterricht je Schuljahr in der Regel nur halbjährlich erteilt werden.
2. Leitbild der Schule
Prinzipien/Grundsätze des pädagogischen Handelns
Die pädagogische Arbeit an unserer Schule ist, nach Austausch zwischen den unterrichtenden Kollegen untereinander und zwischen der Lehrerschaft und den Eltern, auf folgende Ziele ausgerichtet:
Die Vermittlung der Inhalte und Ziele der Richtlinien und Lehrpläne soll erreicht werden
• durch Hinführung zu selbstständigem und kritischem Denken,
• durch Lernen mit allen Sinnen, das, soweit es möglich ist, auch Anschauung in der Wirk-lichkeit umschließt,
• durch Förderung der Leistungsfreude, Anstrengungsbereitschaft und Ausdauer,
• durch aufnehmendes und auch durch selbstbestimmtes und entdeckendes Lernen.
Verschiedenste Arbeitstechniken sollen die Kinder zu selbstständigem Lernen führen, sollen Interessen fördern und wecken. Der Umgang mit den Medien, insbesondere auch die Arbeit am Computer, findet dabei Beachtung.
Die Einheit von Erziehung und Unterricht ist uns ein besonders wichtiges Anliegen. Dazu seien folgende Stichworte genannt:
• Kooperationsfähigkeit der Kinder untereinander,
• soziale Sensibilität und emotionale Intelligenz,
• Erwerb von Strategien zum gewaltfreien Lösen von Konflikten,
• Verantwortungsbewusstsein,
• soziales Lernen,
• Lernen mit Kopf, Hand und Herz,
• Öffnung für religiöse Dimensionen und Sensibilität für Normen und Werte.
Neben den mehr auf Wissensvermittlung ausgerichteten Fächern, die auch die Förderung in-tellektueller Beweglichkeit anstreben, sollen die musischen Fächer ihren Beitrag leisten zur Förderung, zum Wecken und zur Raumgabe von Kreativität, zu lustbetontem spielerischen Tun und zum Wahrnehmen künstlerischer Formen.
(s. Anlage „Gemeinsames Musizieren an der Grundschule Rischenau)
Dazu leisten neben Sport, Musik und Kunst auch der Sprachunterricht und das Fach Religion ihren Beitrag.
Bei all den oben genannten Aufgaben geht es uns sowohl um die Förderung besonderer Bega-bungen als auch um bereitzustellende Hilfsangebote für die Kinder, denen das Lernen Prob-leme bereitet. Alle Kinder sollen gemäß ihrer individuellen Möglichkeiten gefördert werden.
3. Abbildung des pädagogischen Konsenses als Konsequenz aus den Rah-mendaten und dem Leitbild der Schule
3.1. Grundsätze zum Unterricht
a) Unterrichtsformen und -methoden
In den Richtlinien für Grundschulen wird der Bildungs- und Erziehungsauftrag genannt. Danach leistet die Schule ihren Beitrag zur grundlegenden Bildung, „in-dem sie bei den Kindern Selbst- und Welterkenntnis anbahnt und sie schrittweise zu Urteilsfähigkeit und zu selbstständigem und verantwortungsbewusstem Han-deln hinführt“ (Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen 1985, S. 12). Zudem hilft sie Einstellungen und Handlungen aufzubau-en, „die für die Persönlichkeitsentwicklung und die mündige Teilhabe am öffent-lichen Leben erforderlich sind“ (ebd.).
Entsprechend dem Erziehungs- und Bildungsauftrag erfolgt eine Veränderung von Unterricht. Neben den traditionellen Lehrgängen sind offene und individualisie-rende Unterrichtsformen notwendig, in dem die Anforderungen auf das individu-elle Kind zugeschnitten sind. In der Grundschule Rischenau werden entsprechend vielfältige Unterrichtskonzepte und -methoden genutzt.
Handlungsorientierter Unterricht/Projektunterricht
Eine Grundlage für kindliches Lernen ist das Handeln. Handlungsorientierter Un-terricht ist „ein ganzheitlicher und schüleraktiver Unterricht, in dem zwischen dem Lehrer und dem Schüler vereinbarte Handlungsprodukte die Organisation des Unterrichtsprozesses leiten, so dass Kopf- und Handarbeit in ein ausgewogenes Verhältnis zueinander gebracht werden können“ (Jarik, W., Meyer, H.: Didakti-sche Modelle, Frankfurt am Main 1994).
Ein wesentliches Prinzip ist also die Vereinbarung von Handlungsprodukten, de-ren Herstellung im Mittelpunkt des Unterrichts steht. Dabei sind mit Handlungs-produkten veröffentlichungsfähige materielle und geistige Ergebnisse der Unter-richtsarbeit gemeint. Der Unterricht wird vom gewählten Ergebnis her organisiert, indem die Inhalte auf Grund der Probleme und Fragestellungen ausgewählt wer-den, die sich aus dem Handlungsprodukt ergeben. Indem die Kinder eine Thema-tik bearbeiten, mit der sie sich identifizieren können, haben die Aktivitäten Gebrauchswert. Der ganze Schüler wird damit angesprochen, da er mit Kopf, Herz und Hand und allen Sinnen dabei sein kann.
Diese Unterrichtsform stellt einen hohen Anspruch an Schüler und Lehrer. Sie ist schüleraktiv, d.h. der Lehrer gibt den Schülern möglichst wenig vor, sondern lässt sie viel selbst erproben, entdecken und erkunden.
Die Grundschule Rischenau ist bestrebt, dieses Unterrichtskonzept durchzusetzen, auch durch phasenweises projektorientiertes Arbeiten. Projekttage sollen in unre-gelmäßigen Abständen für die ganze Schule stattfinden.
Lässt sich die Reinform handlungsorientierten Unterrichts nicht umsetzen, beruht die tägliche Unterrichtspraxis in der Regel auf Aspekten der Handlungsorientie-rung (praktisches Tun nach Plan und Anweisung, ... ).
Fächerübergreifendes Arbeiten
Die Grundschule Rischenau arbeitet so weit wie möglich fächerübergreifend. Da-bei besteht eine besondere Verbindung zwischen den Fächern Sprache und Sach-unterricht, grundsätzlich aber zwischen allen Fächern, wenn die Unterrichtsinhalte geeignet sind. Die Kinder lernen in fächerübergreifenden Bezügen oder es werden fächerübergreifende Lernzusammenhänge hergestellt. Eingebettet darin ist fach-spezifisches Arbeiten, welches aber auch im nach wie vor vorhandenen fachge-bundenen Unterricht erfolgt.
Differenzierung
Kinder können nicht alle zum gleichen Zeitpunkt und im gleichen Zeitraum glei-che Leistungen erbringen. So berücksichtigen gleiche Aufgabenstellungen für alle Kinder nicht immer die Individualität des einzelnen Kindes und seine bisherige Lernentwicklung. Sie können so zu einer Über- bzw. Unterforderung führen. Des-halb werden Maßnahmen der inneren Differenzierung durchgeführt, durch die au-ßerdem jedes Kind erfährt, dass es etwas kann. Alle Kinder sollen das notwendige Selbstvertrauen gewinnen, das sie zu neuen Leistungen bereit und fähig macht.
So werden den Kindern beispielsweise Auswahlmöglichkeiten zwischen verschie-denen Lernangeboten eingeräumt. Schwerer/langsamer lernende Kinder erhalten zusätzliche Lernzeit und Lernhilfen, leichter/schneller lernende Kinder Zusatzan-gebote. Innere Differenzierung wird besonders im Rahmen des Tages- oder Wo-chenplans und durch Freie Arbeit umgesetzt. Unterricht in der gesamten Lern-gruppe kann dabei eine Voraussetzung für innere Differenzierung sein.
In der Grundschule Rischenau haben diese Unterrichtsformen den jeweiligen Lernzielen entsprechend ihren Platz.
Sozialformen
Neben der Einzelarbeit arbeiten die Kinder unserer Schule auch in Partner- oder Gruppenarbeit. Dabei werden im Besonderen auch soziale Verhaltensweisen ge-fördert. Die Kinder lernen, sich u.a. in ihren individuellen Fähigkeiten zu ergänzen und voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu helfen.
Gespräche im Unterricht
Gespräche begleiten die tägliche Unterrichtspraxis. Sie können als Kreisgespräch stattfinden.
In allen Klassen der Grundschule Rischenau findet am Wochenbeginn ein Mor-genkreis statt. Ein Morgenkreis kann auch täglich stattfinden. Kreisgespräche (Stuhlkreis, Sitzkreis, Stehkreis) sollen das tägliche Unterrichtsgeschehen beglei-ten. Sie können u.a. sinnvoll in Planungs- und Abschlussphasen, sowie bei Zwi-schenreflexionen sein.
Bei allen Gesprächsformen ist die Einhaltung von Gesprächsregeln (andere unsre-den lassen, einander zuhören, sich melden, ... ) maßgebend.
b) Einsatz vorhandener Medien
Die Grundschule Rischenau ist mit Lehrmitteln gut ausgestattet. Es ist daher selbstverständlich, die verschiedenen Medien und Materialien z.B. zur Veran-schaulichung im Unterricht einzusetzen.
In bestimmten Zeitabständen werden die Bestände vom Kollegium überprüft und aktualisiert.
Die Ausstattung der Schule mit Neuen Medien ist inzwischen relativ gut vorange-schritten. So stehen jetzt im Lehrerzimmer ein Computerplatz und in jeder Klasse zwei Computerplätze zur Verfügung. Außerdem besitzt die Schule einen Compu-terraum mit acht Arbeitsplätzen. Alle Klassenräume und der Computerraum sind untereinander vernetzt und mit einem Internetzugang versehen.
Die Beschaffung eines Beamers mit Laptop sowie neuer leistungsstärkerer Rech-ner als Ersatz für ältere Modelle ist von der Stadt Lügde für dieses Schuljahr zu-gesagt worden.
Die Kinder sollen verschiedene Einsatzmöglichkeiten des PCs kennenlernen und praktisch ausführen. Darüber hinaus sollen erprobte Lernprogramme in den Unter-richt mit eingebracht werden. (s. Medienkonzept der Grundschule Rischenau)
c) Entscheidungsfreiheit des Lehrers
Grundsätzlich ist jeder Lehrer frei – im Einklang mit den Richtlinien und Lehrplä-nen für die Grundschule in NRW – nach einem bestimmten oder eigenen pädago-gischen Konzept zu arbeiten, allerdings unter Einhaltung der Vorgaben unseres Schulprogramms.
Im Fach Sprache liegt es im Bereich des Erstleseunterrichts in der Hand des Leh-rers, sich für eine Eigenfibel oder die von der Fachkonferenz Sprache ausgewählte Fibel zu entscheiden.
d) Absprachen innerhalb des Kollegiums
Teamarbeit wird innerhalb des Kollegiums angestrebt und äußert sich z.T. bereits in diversen Absprachen über
- Leistungserziehung (Anzahl der Klassenarbeiten ist nicht festgelegt);
- Leistungsbewertung (Im Zeugnis der 1. und 2. Klasse wird in den Aussa-gen über die Lernentwicklung und den Leistungsstand in den Fächern ver-bindlich die Aussage gemacht: Schüler/in X hat die grundlegenden Lern-ziele der Klasse 1/2 im Lesen, Schreiben, (Rechtschreiben Kl. 2), und in Mathematik erreicht bzw. nicht erreicht.);
- teilweise paralleles Arbeiten;
- regelmäßiger Austausch und Abstimmungen in der Schuleingangsphase (Kl. 1/2) zur Umsetzung des Förderkonzepts;
- die Erfüllung verbindlicher Absprachen in den Fächern und fachübergreifender Konzepte sowie deren gemeinsame Fortschreibung und Weiterent-wicklung;
- die Vorgehensweise „Vom Schreibdrucken zur vereinfachten Ausgangsschrift“ beim Schreiben lernen;
- die Organisation des Sportunterrichts (schuleigener Organisationsplan Sport).
e) Vertretungskonzept
Die Verhinderung von Unterrichtsausfall sowie inhaltliche Kontinuität des Vertre-tungsunterrichts bei der Abwesenheit von Lehrerinnen und Lehrern sind uns ein wichtiges Anliegen.
Wünschenswert wäre es daher, erkrankte Kolleginnen und Kollegen durch eine Poolkraft zu ersetzen. Da uns aber erfahrungsgemäß häufig keine Poolkraft vom Schulamt zur Verfügung gestellt wird, muss dann unser eigenes Vertretungskon-zept greifen.
Dabei hängt es vom aktuellen Stundenplan und der betroffenen Lerngruppe ab, ob kleine Klassen zusammengefasst werden, Klassen auf die anderen Klassen aufge-teilt oder eine Klasse vom Lehrer bzw. von der Lehrerin in der Nachbarklasse mit beaufsichtigt wird.
Durch den gut funktionierenden Austausch im Kollegium sind auch im Krank-heitsfall Absprachen bisher immer möglich gewesen, so dass sowohl der Vertretungsunterricht als auch die Stillbeschäftigung der Kinder sinnvoll an den voran-gegangenen Unterricht anknüpfen und ihn fortführen.
Wenn Stundenplankürzungen unumgänglich sind, wird gewährleistet, dass der Unterricht nicht in den Hauptfächern ausfällt und Doppelbesetzungen in der Schuleingangsphase nur im äußersten Notfall aufgelöst werden.
Bei allen Maßnahmen wird gewährleistet, dass die Belastungen möglichst von al-len Klassen getragen werden, um sie für einzelne Lerngruppen möglichst gering zu halten.
f) Hausaufgaben
Hausaufgaben werden in der Regel täglich erteilt. Sie ergänzen die schulische Ar-beit und geben den Kindern die Möglichkeit, das in der Schule Gelernte zu wiederholen und zu festigen. Hausaufgaben können auch der Vorbereitung des Unter-richts dienen, wenn sie z. B. einen Erkundungs- oder Beobachtungscharakter ha-ben.
Hinsichtlich ihres Schwierigkeitsgrades und Umfangs müssen sie die Leistungsfä-higkeit der Kinder berücksichtigen, d.h. die gestellten Aufgaben sollen selbststän-dig gelöst werden können. In den Klassen 1 und 2 sollen die Hausaufgaben von den Kindern in etwa 30 Minuten, in den Klassen 3 und 4 in etwa 60 Minuten erle-digt werden können.
Wichtig ist, dass sie stets in einem für die Kinder erkennbaren Zusammenhang mit dem Unterricht stehen. Die Kontrolle und Würdigung der Hausaufgaben durch den Lehrer findet regelmäßig statt.
Für die regelmäßige Erledigung der Hausaufgaben sind die Eltern mitverantwort-lich.
g) Aufsuchen außerschulischer Lernorte
(s. Öffnung von Schule)
h) Besondere didaktische Schwerpunkte
• Die Verkehrs- und Mobilitätserziehung gehört zum festen Bestandteil des Unterrichts unserer Schule. Einen besonderen Schwerpunkt nimmt darin das motorische Radfahrtraining in Klasse 2 und die Radfahrausbildung mit der Jugendverkehrsschule in Klasse 4 ein. (siehe auch Schulverkehrsplan der Ge-meinschaftsgrundschule Rischenau)
• Arbeitsgemeinschaften bereichern die schulischen Aktivitäten über den in der Stundentafel festgelegten Unterricht hinaus. Wenn genügend Lehrerstunden zur Verfügung stünden, könnten wir derzeit Arbeitsgemeinschaften u. a. in den Be-reichen Flöten, Theater und Basketball anbieten.
• Es wird zusätzlicher Förderunterricht im Erwerb der Basiskompetenzen im 1. Schuljahr, im Lesen/Rechtschreiben und für Aussiedler/ausländische Kinder in deutscher Sprache erteilt, der teilweise zusätzlich, teilweise parallel zum Unter-richt statt findet.
• Das Kollegium der Grundschule Rischenau hat als Begegnungssprache Eng-lisch gewählt.
• Die Grundschule Rischenau verfügt über einen etwa 100 qm großen Schulgar-ten. Er ermöglicht es, mit Kindern in der Übernahme von Verantwortung für die Pflege eines Beetes handlungsorientiert Zusammenhänge des Lebens von Pflan-zen zu erkennen. Hier werden Primärerfahrungen möglich, welche vielen Kin-dern zu Hause nicht mehr zugänglich sind. Es lassen sich hierdurch viele An-knüpfungen an den Sprach- und Sachunterricht herstellen (Verwertung von Gemüse und Obst, Wachstum der Pflanzen, Tiere im Garten). Die Apfelbäume auf dem Schulgelände fordern zu verantwortlichem, kreativem Handeln mit Obst heraus.
i) Sport/Bewegte Schule
Die Grundschule Rischenau hat den Anspruch, Schule des Kindes zu sein und stellt das Lernen unter die „Idee einer bewegungsfreudigen Schule“. Wir integrie-ren Bewegungserfahrungen auch in die Erschließung von Sachzusammenhängen anderer Fächer im Sinne eines Lernens mit Kopf, Herz und Hand (z.B. Gedichter-schließungen durch Bewegung und Musik, Aufsuchen außerschulischer Lernorte, Stilleübungen).
Zusätzlich zum Schulsport werden durchgeführt:
- Bundesjugendspiele mit zusätzlichem Spielangebot;
- Basketball-Spielgemeinschaft;
- Abnahme von Sportabzeichen, Laufpass, Seepferdchen;
- Pausenspiele
(s. Konzept für eine „Bewegungsfreudige Schule“ der Grundschule Rischenau)
j) Die religiöse Dimension in unserem Schulprogramm
Religionsunterricht in der Schule – Grundsätzliche Überlegungen
Im Religionsunterricht wollen wir mit den Kindern das christliche Menschenver-ständnis als Angebot zur Identitätsfindung erschließen. Solidarität als zentrale Aufgabe einer humanen Gesellschaft sowie Diakonie als Ausdruck gelebten Glau-bens stehen im Zusammenhang mit diesem Ziel. Weiterhin kommt Religion auch als grundlegendes Fundament kulturellen Gedächtnisses zur Sprache. Die wach-sende interkulturelle Begegnung von Schülern in der Schule erfordert es, das Ver-stehen anderer religiöser Vorstellungen anzubahnen und Toleranz einzuüben.
Unterrichtliche Möglichkeiten
Im Religionsunterricht werden die Inhalte, Fragestellungen und fachspezifischen Fähigkeiten anderer Fächer und Lernbereiche (Sprache, Sachunterricht, Kunst, Musik) integriert. Eine enge Kooperation zwischen den Konfessionen ist uns ein wichtiges Anliegen. Dem Prinzip der Handlungsorientierung kommt im Unterricht ein besonderer Stellenwert zu. Der Erfahrungsraum der Kinder soll ganzheitlich, d.h. in ihrem Intellekt, in ihrer Emotionalität und in ihrer Phantasie bereichert werden. Die hervorragenden Möglichkeiten des Kontaktes mit außerschulischen
Lernorten (ehem. Kloster Falkenhagen) sowie die Kooperation mit den Kirchen-gemeinden werden regelmäßig genutzt und ausgebaut. Einen besonderen Stellen-wert hat die wirkungsgeschichtliche Perspektive im Religionsunterricht als Ort der Erinnerung an Personen und Ereignisse unserer kulturellen Überlieferung.
k) Leseförderung
Lesekompetenz ist eine Schlüsselqualifikation, die in der Schule in nahezu allen Fächern und auch im außerschulischen Leben ständig benötigt wird. Daher ist die Leseförderung an unserer Schule ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt. Lesekompetenz umfasst eine Vielzahl von Techniken, Kenntnissen, Strategien,
Fähigkeiten und Einstellungen, die auf jeder Schulstufe und in allen Fächern wei-ter gefördert werden. Daher erhebt die folgende Aufzählung der Lesekomponenten keinen Anspruch auf Vollständigkeit: Texte verstehen, werten , nutzen, untersuchen, interpretieren, über sie reflektieren und Stellung nehmen, eigene Vorstellungsbilder entwickeln, und den Text in eigenes Vorwissen einordnen, sich auf Texte einlassen, in Texten gezielt Informationen finden, z.B. durch überfliegendes Lesen, eigene Aussagen mit Textstellen belegen, selbstvergessen und genussvoll lesen, Texte interessen- und fachbezogen auswählen, Strategien und Lesehilfen nutzen, textbezogen interpretieren, Verständnisprobleme erkennen und lösen. Zur Überprüfung und individuellen Förderung der Lesefähigkeiten und -fertigkeiten der Schüler stehen uns Diagnosebögen und entsprechende Übungsmaterialien im Lehrerzimmer in Ordnern zur Verfügung, die regelmäßig eingesetzt werden. Neben der Vermittlung der Lesetechniken im Unterricht kommt dem Aufbau eine beständigen Lesemotivation eine entscheidende Rolle zu.
Mit der Unterstützung der Schulgemeinde (Eltern, Großeltern, Verwandte) ist es uns im Rahmen eines Sponsorenlaufes gelungen eine leseanregende Lernumge-bung mit einem umfangreichen Angebot an altersgemäßer Kinderliteratur, Ganz-schriften und Sachbüchern zu schaffen. So steht den Kindern in der Aula eine gemütliche Leseecke mit einem Grundbestand an Büchern zur Verfügung, die sowohl in den Pausen als auch im Unterricht genutzt wird.
Darüber hinaus wurden die Klassenbüchereien aufgestockt, um den Kindern weitere zusätzliche Leseanreize für die Freizeit zu bieten. Sie sollen auch weiterhin unter Berücksichtigung von Kinderwünschen ergänzt werden.
Zur Förderung des privaten Lesens trägt des weiteren der Besuch der Bücherei in Rischenau bzw. Hummersen im 2. oder 3. Schuljahr bei.
Als zusätzliche Lesemotivation nehmen wir seit dem Frühjahr 2005 an dem computergestützen Leseprojekt „antolin“ (www.antolin.de) teil.
Um den Kindern viele Bücher nahe zu bringen, führen wir einmal im Jahr eine Lesewoche durch. Diese beinhaltet
• täglich eine „Schmökerstunde“, in der die Kinder die Möglichkeit haben in allen Klassen ausgestellte Bücher kennen zu lernen
• klasseninterne Projekte rund ums Buch
• täglich eine Vorlesestunde, in der Eltern und Lehrer/-innen nach Interessen gewählte Bücher vorlesen.
In einigen Klassen werden zur Steigerung der Lesemotivation Lesenächte mit Übernachtung angeboten.
Auch die Möglichkeit Eltern (in der Regel „Lesemüttern“) während der Unterrichtszeit vorzulesen, wirkt sich sehr positiv auf die Lesehaltung der Schüler aus.
Als verbindliche Absprache für die Förderung der Lese-Schreib-Kultur an unserer Schule gilt zudem, dass ab dem 2. Schuljahr mindestens eine Ganzschrift pro Jahr in den Mittelpunkt des Unterrichts gestellt wird. Dafür stehen uns zur Zeit folgende Lektüren zur Verfügung:
• Gründisch: Im Land der Schokolade und Bananen
• Härtling: Ben liebt Anna
• Härtling: Oma
• Knister: Willi Wirsing
• Kordon: Am 4. Advent morgens um 4
• Korschunow: Hanno malt sich einen Drachen
• Korschunow: Findefuchs
• Leonni: Frederick
• Welsch: Sonst bist du dran
• Wölfel: Fliegender Stern
Leseförderung findet in allen Unterrichtsfächern statt, vor allem auch im Sachunterricht. Zu folgenden Themen stehen den Kindern Bücherkisten zur Recherche und Informationsbeschaffung bereit:
Unser Körper, Jahreszeiten, Dinosaurier, Pflanzen, Tiere, Ritter und Burgen, Indianer, Wasser und Wetter. Sie werden ständig weiter ergänzt.
Ab dem 3. Schuljahr werden hierfür auch das Internet und entsprechende Lernsoftware genutzt (s. Medienkonzept der Grundschule Rischenau)).
3.2. Förderkonzept für die Schuleingangsphase
Darstellung der Konzeption
Die Grundschule Rischenau wird laut Schulkonferenzbeschluss in der neuen Schuleingangsphase weiterhin jahrgangsbezogen arbeiten. Unser Förderkonzept soll dazu beitragen, dass alle Kinder im Anfangsunterricht noch besser gefördert und gefordert werden.
Für eine erfolgreiche Förderung der Kinder ist aber auch die Zuweisung zu-sätzlicher Lehrerstunden notwendig, die über die Erfüllung der Stundentafel hinausgehen und ohne die jegliche Förderung nur unzureichend sein kann.
Das Förderkonzept unserer Schule konzentriert sich zunächst auf die jahrgangsbe-zogene Förderung in den Fächern Mathematik und Deutsch, umfasst aber auch ei-ne jahrgangs-übergreifende Förderung im sprachlichen wie im mathematischen Bereich (Förderbänder). In bestimmten Bereichen öffnen wir uns zudem für jahr-gangsübergreifende Projekte, um auch soziales Lernen weiter zu stärken.
Rahmenbedingungen
Alle Stunden, die über das Unterrichtssoll der Stundentafel für die einzelnen Klas-sen hinausgehen, fließen möglichst in die Förderung in Klasse 1/2. In Klasse 1 sind mindestens 5 zusätzliche Stunden notwendig für Doppelbesetzung bzw. För-derung in Kleingruppen. Allerdings setzt das voraus, dass im Stellenplan der Schule die entsprechenden Ressourcen vorhanden sind.
Für die Durchführung des Förderkonzepts sind regelmäßiger Austausch und Ab-stimmungen im Kollegium notwendig. Es wird eine Stunde in der Woche für Teambesprechungen eingeplant und bei der Stundenplangestaltung berücksichtigt.
Eingangsdiagnostik und frühzeitige Förderung
Zur Erfassung der Lernvoraussetzungen werden innerhalb der ersten 4 Schulwo-chen die Basiskompetenzen der Schulanfänger durch die Klassen- bzw. Fachlehrer im Unterricht überprüft. Einzeltests bzw. Tests für Kleingruppen werden von der Doppelbesetzung durchgeführt.
In den ersten 8 Schulwochen gibt die Beobachtung der Kinder im Unterricht durch die Klassen- bzw. Fachlehrer und Doppelbesetzung weiteren Aufschluss über notwendigen sofortigen Förderbedarf.
Zusätzliche Informationen über Stärken und Schwächen der Lernanfänger sowie über die vorschulische Förderung ergeben sich aus den Erkenntnissen der Schul-leitung bei der Schulanfängeranmeldung und der schulärztlichen Untersuchung sowie aus dem intensiven Kontakt mit den Erzieherinnen der Kindertageseinrich-tung (Einschulungskonferenz, Bildungsdokumentation, regelmäßiger Austausch)
Spätestens 8 Wochen nach der Einschulung beginnt die Förderung der Erstklässler mit speziellem Förderbedarf im Bereich der Basiskompetenzen in Kleingruppen parallel zum Unterricht. Der Förderunterricht wird von der Doppelbesetzung nach Absprache mit den Klassen- und Fachlehrern durchgeführt. Er dauert bis zum Ende des 1. Halbjahrs und geht allmählich in eine fachliche Förderung im sprach-lichen und mathematischen Bereich über.
Förderband für Klasse 1/2/3
Im 2. Halbjahr beginnt die jahrgangsübergreifende Förderung für alle Kinder der Klassen 1/2.
Wünschenswert sind je 2 Stunden Förderunterricht in Deutsch und Mathematik. Dazu werden alle Kinder in beiden Fächern in drei jahrgangsübergeifende Grup-pen nach unterschiedlichem Leistungsniveau aufgeteilt, um sowohl dem Förder-bedarf der leistungsschwächeren als auch der leistungsstärkeren Kinder gerecht zu werden.
Hierfür werden an vier Tagen Förderbänder im Stundenplan eingerichtet. Erteilt wird der Förderunterricht von den Fachlehrern der Klassen 1/2 und der Doppelbe-setzung in Klasse 1, so dass für zwei Klassen immer drei Lehrer/-innen zur Verfü-gung stehen.
Diese Förderbänder werden im 1. Halbjahr des folgenden Schuljahres mit je einer Stunde Mathematik und Deutsch für Klasse 2/3 fortgesetzt.
Diagnostik in Klasse 1/2
Regelmäßige Lernstandserhebungen und Beobachtungen im Unterricht liefern Grundlagen für die individuelle Förderung im Förderband sowie im Klassenver-band (s. Lehrwerke und Materialordner im Lehrerzimmer).
Im Fach Deutsch werden zur Diagnose zusätzlich die diagnostischen Bilderlisten von Dummer-Smoch Mitte und Ende Klasse 1 sowie Mitte Klasse 2 hinzugezo-gen.
Förderung im Klassenverband
Um sowohl dem unterschiedlichen Lerntempo der Kinder gerecht zu werden, als auch das gemeinsame Lernen voneinander zu fördern, findet im Klassenverband ein sinnvoller Wechsel zwischen offenen und geschlossenen Unterrichtsformen statt.
Je nach Themenbereich und Übungsschwerpunkt finden Berücksichtigung:
• lehrerzentrierter Unterricht im Klassenverband oder in Teilgruppen
• gemeinsame Erarbeitung neuer Sachverhalte im Klassenverband oder in Gruppen
• differenziertes Arbeiten an Lernstationen und Werkstätten
• individuelles Lernen durch Wochen- und Tagespläne
• differenzierte Lern- und Übungsangebote
• Reflexionsphasen im Klassenverband oder in Gruppen.
Bereitstellung von Lernangeboten und Fördermaterialien
Für die individuelle Förderung der Kinder entsprechend ihres Lern- und Entwick-lungsstands wird eine umfangreiche Sammlung von strukturierten Lern- und För-derangeboten benötigt, die noch bereitgestellt werden muss. Die Sichtung, Struk-turierung und Ergänzung des vorhandenen Materials wird der Arbeitsschwerpunkt des Kollegiums im 2. Halbjahr des Schuljahres 2004/05 und im Schuljahr 2005/2006 sein.
Erprobung und Evaluation
Dieses Förderkonzept wird im Schuljahr 2005/06 erstmalig im Unterricht der Klassen 1/2 umgesetzt und erprobt. In den Teambesprechungen der beteiligten Kollegen bzw. Kolleginnen wird es regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt.
Jeweils zu einer Halbjahreskonferenz berichten die Teammitglieder dem Kollegi-um über die Erfahrungen mit der Umsetzung des Konzepts. Im Frühjahr entschei-det die Gesamtkonferenz über die Weiterentwicklung und Umsetzung des Förder-konzepts im folgenden Schuljahr.
3.3. Schulleben
a) Zusammen leben und arbeiten
Wir möchten erreichen, dass die Kinder lernen, sich selbst, andere Menschen und deren Besitz zu respektieren.
Einige Regeln unseres Miteinanders sind in unserer Schulordnung (siehe Anlage) fest-gelegt, und wir legen Wert darauf, sie in unserem Schulleben zu verwirklichen.
Wir wünschen uns, dass die Eltern uns in unseren Bemühungen unterstützen. Bei auftre-tenden Problemen werden wir wie bisher versuchen, gemeinsam Lösungen zu finden.
Regeln für das Miteinander in der Klasse werden jeweils gemeinsam mit den Kindern erarbeitet.
b) Gemeinsame Aktivitäten prägen das Schulleben
Es ist uns ein wichtiges Anliegen, unsere Schülerinnen und Schüler an der Planung und Mitgestaltung von Schulaktivitäten zu beteiligen und dadurch verantwortliches Handeln zu stärken. Ein vielfältig gestaltetes Schulleben wirkt sich auf die Entwicklung der Kin-der in besonderer Weise aus.
Deshalb halten wir gemeinsame Aktivitäten im Schulleben neben der alltäglichen Schularbeit für sehr wichtig. Sie fördern das gemeinsame Erleben der Kinder und bilden Höhepunkte im Verlauf ihrer Schulzeit.
Auch die Eltern nehmen gern und in vielfältiger Weise an unserem Schulleben teil und gestalten es aktiv mit.
Unser Schulleben wird vornehmlich durch folgende Aktivitäten geprägt:
• ökumenischer Einschulungsgottesdienst, abwechselnd in einer der Falkenha-gener Kirchen, unter Mitwirkung von Eltern, Lehrerinnen und Lehrern sowie der Pfarrer;
• gemeinsame Einschulungsfeier mit allen Schülerinnen und Schülern und den Eltern der neuen ersten Klassen im Forum der Schule;
• wöchentliches Adventssingen in der Aula; hierfür bekommt jedes Kind das schuleigene Liederheft geschenkt;
• Weihnachtsfeiern im Schul- oder Klassenrahmen;
• Abschlussfeier und Verabschiedung der 4. Klassen am Schuljahresende;
• Spiel- und Bastelnachmittage sowie Lesenächte innerhalb der Klassen;
• Klassenfeste, auch organisiert von den Klassenpflegschaften;
• Schulfeste im zweijährigen Rhythmus;
• Projekttage mit anschließender Präsentation;
• Lesetage;
• von den Eltern initiierte und organisierte Flohmärkte;
• Gastspiele von Theatern in der Schule;
• Fahrten zu Theatervorstellungen, z.B. nach Detmold oder Hameln;
• Wanderungen und eintägige Wanderfahrten;
• mehrtägige Wanderfahrten einzelner Klassen in Jugendherbergen oder Gäste-häuser
• Teilnahme am Mathematikwettbewerb;
• Teilnahme an weiteren aktuellen Wettbewerben
• Teilnahme an den Basketball-Kreismeisterschaften der lippischen Grund-schulen;
• Teilnahme an den Leichtathletik-Kreismeisterschaften der lippischen Grundschulen.
Folgende Vorhaben unterstützen die Eltern in besonderer Weise:
• Gestaltung des Schulhofes und der Außenanlagen der Schule;
• Sach- und Geldspenden oder die Beschaffung finanzieller Mittel;
• Mitgestaltung und Mithilfe bei Schul- und Klassenveranstaltungen;
• Organisation von Flohmärkten;
• Planung thematischer Elternabende;
• Lesemütter;
• Unterstützung bei Unterrichtsvorhaben.
3.4. Öffnung von Schule
Eine Möglichkeit, Unterricht und Schulleben zu bereichern und intensiver zu gestalten, ist die Öffnung der Schule nach außen, zu ihrem Umfeld. Diese Öffnung wird u.a. als Chance ver-standen, schulisches Lernen stärker auf die Lebenswelt der Kinder zu beziehen und neue pä-dagogische Anregungen aufzunehmen.
Öffnung von Schule wird an der Grundschule Rischenau in vielfältiger Weise praktiziert und ausgebaut. Zur Zeit erstreckt sie sich auf folgende Gebiete:
a) Zusammenarbeit mit Schulen und anderen pädagogischen Einrichtungen:
• mit den weiterführenden Schulen, die Kinder der Grundschule Rischenau nach der 4. Klasse besuchen (gemeinsame Jahrgangsstufen-Konferenzen: Austausch u.a. über Lerninhalte, die Lernentwicklung von Schülern oder die Kontinuität von Unterrichtsmethoden);
• mit den Nachbarschulen in Elbrinxen und Lügde (gegenseitiger Informations-austausch, Gesprächskreis Pfarrer-Lehrer, Schwimmunterricht, z. T. gemein-same Fortbildungen);
• mit Förderschulen, maßgeblich mit der Schule für Lernbehinderte in Blomberg, mit der ein Kooperationsvertrag besteht;
• mit dem Kindergarten Falkenhagen (Besuch der Kindergartenkinder in den ers-ten Klassen; Einladung zum Schulfest; gemeinsame Aktionen mit den Kinder-gartenkindern; soweit möglich Besuch der zukünftigen Klassenlehrer der neuen ersten Klassen vorab im Kindergarten; Teilnahme der Erzieherinnen an Fort-bildungsveranstaltungen der Grundschule, gemeinsame Gespräche, Einschu-lungskonferenz);
• mit psychologischen und pädagogischen Beratungsstellen (z.B. in Schieder).
b) Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen:
• Kirchengemeinden;
• Forstamt;
• Lokalredaktionen der Presse (z.B. Besuch eines Journalisten im Unterricht);
• Polizei und Jugendverkehrsschule;
• Musikschule Lügde (gemeinsame Nutzung von Instrumenten);
• Waldschule des Jagdschutzverbandes;
• Busschule;
• Biologische Station Schieder.
c) Zusammenarbeit mit Vereinen:
• gemeinsame Veranstaltungen;
• Aufbau von Spielgeräten zur Schulhofgestaltung;
• gegenseitige Einladungen zu Veranstaltungen;
• örtliche Sportvereine (gemeinsame Nutzung von Sport- und Spielgeräten).
d) Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund, Landessportbund sowie dem Fuß-ball- und Leichtathletikverband Westfalen beim Erwerb des Sportabzeichens/ Schwimmabzeichens und Teilnahme am Sportabzeichenwettbewerb sowie bei Sport-werbeveranstaltungen
e) Aufsuchen außerschulischer Lernorte:
- Wohnorte der Kinder einschließlich Rischenau als Schulort;
- die Kernstadt Lügde und ihre Einrichtungen, u.a.:
- ???
- Dechenheim,
- Kirchen in Falkenhagen;
- ehem. Judenfriedhof Rischenau;
- öffentliche Einrichtungen in Rischenau und Nachbarorten:
- Kläranlage,
- Brunnen und Hochbehälter;
- heimatkundliche Einrichtungen, u.a.:
- Freilichtmuseum Detmold,
- Freilichtmuseum Oerlingausen,
- Externsteine;
- Wälder der Umgebung, Waldlehrpfad;
- holzverarbeitender Betrieb (z.B. Firma Limberg);
- Bäckerei;
- Tankstelle;
- Bücherei;
- Bauernhof;
- Handwerksbetrieb.
f) Ausbildung von Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern in Zusammenarbeit mit dem Studienseminar Detmold
In diesem Rahmen ergeben sich vielfältige Möglichkeiten des Austauschs über pädagogische Fragen. Daher besteht die grundsätzliche Bereitschaft zur Ausbildung von Lehramts- anwärterinnen und Lehramtsanwärtern. Leider ist uns aber zur Zeit keine Lehramtsawärterin bzw. Lehramtsanwärter vom Studienseminar zugewiesen worden.
g) Betreuung von Praktikantinnen und Praktikanten
In unregelmäßigen Abständen werden von uns Studentinnen und Studenten des
Lehramts sowie Schülerinnen und Schüler im Vorfeld von Berufswahl und
-ausbildung mit grundschulgemäßem Arbeiten bekannt gemacht.
h) Zusammenwirken mit Firmen, Institutionen und Privatpersonen bei der
Finanzierung von Lehr- und Lernmitteln und der Ausstattung der Schule
Die Grundschule Rischenau wird durch Sach- und Geldspenden der ortsansässigen
Kreditinstitute sowie von Unternehmen und Privatpersonen unterstützt.
a) Darstellung der Grundschule Rischenau auf unserer homepage
Auf der Homepage unserer Schule werden
- Rahmendaten
- aktuelle Termine
- Projekte
- das aktualisierte Schulprogramm
dargestellt und regelmäßig aktualisiert.
II. Arbeitsprogramm
1. Arbeitsfelder zur Umsetzung der Grundentscheidungen
und zur Weiterentwicklung des schulischen Profils
1.1. Selbstverpflichtung für die Entwicklungsarbeit
a) Die Grundschule Rischenau wird auch weiterhin daran arbeiten, die Kinder in geeigneter Weise an den Umgang mit dem Computer und an die Nutzung der Neuen Medien heranzuführen. Nach der Erweiterung des Bestandes an Hardware und Software in den Klassen und der Einrichtung des Computerraumes soll der Bestand regelmäßig aktualisiert und erweitert werden (s. Medienkonzept der Grundschule Rischenau). Das Kollegium hat sich fortgebildet im Einsatz der vorhandenen Lernsoftware und hat als weiteren Qualifizierungsschwerpunkt den Umgang mit dem Internet bestimmt.
b) Das Kollegium der Grundschule Rischenau will sich in den kommenden Jahren unter der Zielsetzung einer Optimierung mit den Möglichkeiten des projektorien-tierten Arbeitens und des offenen Unterrichts auseinander setzen. Dabei wird es darum gehen, an Hand konkreter Beispiele unterrichtliche Möglichkeiten zu durchdenken, zu erproben und zu reflektieren. Mögliche Themen, Materialien und Medien, sowie eine Auswahl geeigneter außerschulischer Lernorte sollen Ergebnis des Arbeitsvorhabens sein. (Die nähere Planung muss noch erfolgen.)
c) Die erfolgreiche Aufstockung der Klassenbüchereien sowie die Ausstattung der Leseecken und Bücherkisten wird fortgesetzt.
d) Es ist beabsichtigt, je nach Möglichkeiten die Pausenhofgestaltung sukzessiv in der bewährten Form weiter voran zu treiben.
e) Das Förderkonzept für die Schuleingangsphase wird im Schuljahr 2005/2006 umgesetzt , weiterentwickelt und evaluiert.
f) Die Intensivierung der Lese- Rechtschreibförderung unter besonderer
Berücksichtigung der Förderdiagnostik wird erfolgen.
1.2. Fortbildungsplanung
An schulinternen Lehrerfortbildungen sind geplant:
a) Internetrecherche mit Kindern der Grundschule
b) Erstellen von Webseiten durch Kinder mit „Primolo“
c) Mathematik: Sachrechnen – Vermittlung von Leitideen und Kriterien eines zeitgemäßen Sachrechnens, offene Sachrechensituationen und -anlässe, Mög-lichkeiten des fächerübergreifenden Unterrichts
d) In Absprache mit der Referentin Frau Seidel ist eine Fortbildung zur Umset-zung des offenen Unterrichts gemeinsam mit der Grundschule Elbrinxen ge-plant.
1.3. Evaluation
Ein elementares Ziel schulischer Arbeit in der Grundschule Rischenau ist die Qualitätssi-cherung und –entwicklung des Unterrichts. Dazu gehört auch die regelmäßige Evaluation
in allen Arbeitsfeldern.
Als besondere Evaluationsschwerpunkte legen wir fest:
a) Organisation und inhaltliche Umsetzung des Förderkonzepts für die Schuleingangsphase
b) Überprüfung der Umsetzung des Medienkonzepts der Grundschule Rischenau
c) Effektivität der Lese-Rechtschreib-Förderung unter besonderer Berücksichtigung der Förderdiagnostik.
Die Kinder sollen Texte lesen, verstehen, nutzen und vorlesen können und Recht-schreibsicherheit in einem sinnvoll begrenzten Rahmen erreichen.
2. Aussagen zur Fortschreibung des Schulprogramms
Vom Verständnis der Schulprogrammarbeit als kontinuierlichem Prozess her ist es erforder-lich, das Schulprogramm in angemessenen Abständen fortzuschreiben.
Dazu ist es notwendig, über die Durchführung der Arbeitsvorhaben für die Entwicklungsarbeit Rechenschaft abzulegen, die erfolgte Lehrerfortbildung zu reflektieren und die Evaluationser-gebnisse festzuhalten. Die dadurch erfolgten Veränderungen und Ergänzungen des Schulpro-gramms sind zu dokumentieren. Dabei kann sich auch ergeben, dass die vorhandene weitere Planung des Arbeitsprogramms verändert oder ergänzt werden muss. Darüber hinaus können nach Erledigung von Vorhaben des Arbeitsprogramms neue Vereinbarungen zur Weiterarbeit durch das Kollegium getroffen werden.
Eine Überprüfung der Rahmendaten und eine neue Bestandsaufnahme des Schulprofils ist ebenfalls von Zeit zu Zeit notwendig. Die Veränderungen müssen dokumentiert werden.
Das Kollegium hat hierfür einen Zeitraum von 3 – 5 Jahren vorgesehen.
Das aktuelle Schulprogramm ist jederzeit auf unserer Homepage
www.grundschule-rischenau.de einsehbar.
III. Anhang
Anlagen:
1. Schulordnung
2. Medienkonzept
3. Schulverkehrsplan
4. Konzept für „Gemeinsames Musizieren“
5. Konzept für eine „Bewegungsfreudige Schule“
Stand: Dezember 2005